Bildbetrachtungen von Erhard Rau zu Bildern, die der Heidenheimer Künstler Michael Amthor in einem Container per Schiff zu...

Bildbetrachtungen von Erhard Rau zu Bildern, die der Heidenheimer Künstler Michael Amthor in einem Container per Schiff zu seiner ersten
Ausstellung in China auf der Trauminsel SanYa nach China gesendet hat. In der Mythologie und in der Kunst, wird der Frühling - zumindest in vielen Teilen der Welt und vor allem im abendländischen Raum - als Phase der Erneuerung, ja der Wiedergeburt gesehen: Die scheinbar tote Natur erwacht zu neuem Leben. Folgerichtig stehen im Container Bilder ganz unterschiedlicher Richtungen und Maltechniken. Bilder, die das Thema Metamorphose aufgreifen. Radikal, morbide und gleichzeitig von geradezu modischer Aktualität sind diese Bilder. Es gibt Gemälde, die die Grenzen vom Leben und Tod aufzuheben scheinen. Der Unsterblichkeitstraum (die Unsterblichkeitsrealität) wird von Michael Amthor in einer eigenen Weise verarbeitet.
Das Thema „Transformation, Veränderung und Entwicklung“ wird auf vielen seiner Arbeiten erkennbar. Auch die alten philosophischen Ideen des chinesischen Taoismus,
die erstaunliche zeitaktuelle Parallelen mit den neuesten Erkenntnissen der Quantenphysik aufweisen, dienen als Axiom seiner Arbeiten.
Unter den Bildern sind auch Leihgaben von Persönlichkeiten, die die Bilder in der Vergangenheit gekauft haben und nun durch diese Leihgaben den Künstler unterstützen auf seinem Weg nach China, ein Land mit einer außergewöhnlichen Kultur und Geschichte. Gelingt es ihm, das seine Technik und Ausdrucksform die Menschen begeistert? Es ist eine ganz besondere Reise, die er und seine Managerin Frau Yan Sun nun vornimmt.
Zwei Jahre lang hat Frau Sun die Bilder Künstlern und Professoren sowie weiteren Menschen in der chinesischen Kunstwelt gezeigt und besprochen. Daraus reifte die Idee einer Ausstellung.
Der Künstler und seine Agentin hoffen nun auf eine gute Ankunft der Bilder. „Verwandlung und Bewegung“ kommen mit den Bildern nach China, mit teils ungewohnten Farben, Formen und Techniken. Die Ausstellungen werden begleitet von Vorträgen von Erhard Rau und Michael Amthor, die die Themen:
Westliche Kultur im allgemeinen bis hin zu der Idee einer neuzeitlichen Kultur- und Kunstperspektive von Joseph Beuys und Rudolf Steiner zu erklären versuchen.
Somit könnte das Motto der Ausstellung lauten: Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.